Qualitätsentwicklung in Kitas: Wie die Stiftung Kinder forschen nachhaltige Impulse setzt
Pädagogische Qualität in Kitas entsteht nicht zufällig – sie ist das Ergebnis gezielter Entwicklungsprozesse. Angesichts steigender Anforderungen an die Bildungsarbeit in Kitas, des Fachkräftemangels und gesellschaftlicher Veränderungen wie Digitalisierung, Migration und sozialer Ungleichheit gewinnt sie weiter an Bedeutung. Damit Qualität in Kitas gelingt, braucht es verschiedene Bausteine: qualifizierte Fachkräfte, eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Einrichtung als Ganzes sowie Leitungskräfte, die diese Entwicklung gezielt begleiten. Genau hierbei unterstützt die Stiftung Kinder forschen.
Warum Qualitätsentwicklung in Kitas immer wichtiger wird
Die Anforderungen an Kitas als erste Lernorte für Kinder und Wegbereiter ihrer Bildungsbiografien sind gestiegen. Sie stehen heute stärker denn je in der Verantwortung, Kindern grundlegende Kompetenzen zu vermitteln, die sie befähigen, ihre Umwelt zu verstehen, kritisch zu hinterfragen und aktiv mitzugestalten. Im MINT-Bereich bedeutet das, die kindliche Neugier gezielt aufzugreifen und durch alltagsnahes, forschendes Lernen zu fördern. Auch die frühkindliche Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gewinnt zunehmend an Bedeutung. Kitas sind Orte, an denen Kinder ein erstes Verständnis für nachhaltiges Handeln entwickeln können – etwa durch den bewussten Umgang mit Ressourcen, Fragen des Klimaschutzes oder mit Aspekten von Gerechtigkeit.
Für Erzieher:innen ergeben sich daraus erweiterte Anforderungen an ihre fachlichen und didaktischen Kompetenzen. Sie müssen Lernprozesse aktiv begleiten, gezielte Impulse setzen und Bildungsgelegenheiten im Kita-Alltag erkennen und nutzen. Die Stiftung Kinder forschen sieht in diesen Herausforderungen vor allem die Chance, Kitas als zentrale Bildungsorte weiterzuentwickeln. Sie unterstützt die Einrichtungen im Bereich frühkindlicher MINT-Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung mit qualitativ hochwertigen Fortbildungen und praxistauglichen Konzepten.
Ganzheitliche Qualitätsentwicklung in Kitas: Mehr als Fortbildung
Damit die Impulse daraus im pädagogischen Alltag einer gesamten Einrichtung ankommen, braucht es jedoch mehr als die Fortbildung einzelner Fachkräfte. Neue Impulse müssen vom gesamten Team getragen werden, sich in Strukturen und Abläufen widerspiegeln und langfristig in der pädagogischen Praxis verankert werden. Deshalb verfolgt die Stiftung Kinder forschen seit mehreren Jahren zunehmend einen Ansatz ganzheitlicher Qualitätsentwicklung, der mehrere Ebenen einbezieht:
- Kontinuierliche Fortbildung: Fachkräfte entwickeln ihre fachlichen, didaktischen und pädagogischen Kompetenzen fortlaufend weiter und setzen diese in ihrem Praxisalltag um.
- Teamorientierung und Wissenstransfer: Wissen aus Fortbildungen wird im Team geteilt, reflektiert und gemeinsam weiterentwickelt.
- Starke Kita-Leitung: Leitungskräfte gestalten die Rahmenbedingungen und begleiten den Entwicklungsprozess aktiv mit.

Mit Projekten wie unserem Intensivprogramm 'KiQ – gemeinsam für Kita-Qualität' haben wir wertvolle Erfahrungen für künftige Angebote gesammelt. Hier haben wir Kitas auf allen Ebenen – Leitung, Fachkraft und Team – in der Qualitätsentwicklung und im forschenden Lernen begleitet.
Wissenstransfer: Der unterschätzte Schlüssel zur Kita-Qualität
Ein häufiges Problem im Kita-Alltag: Einzelne Fachkräfte nehmen an Fortbildungen teil und erweitern ihre Kompetenzen, doch das Gelernte findet nicht automatisch den Weg ins gesamte Kita-Team. So bleibt wertvolles Wissen oft auf wenige Personen beschränkt und entfaltet nicht die gewünschte Wirkung für die gesamte Einrichtung. Damit Fortbildungen ihr volles Potenzial entfalten können, braucht es daher mehr als die Teilnahme einzelner Kolleg:innen. Entscheidend ist ein gelingender Wissenstransfer, d.h. Inhalte müssen aktiv ins Team getragen, gemeinsam reflektiert und in die pädagogische Praxis übersetzt werden. Leitungskräfte können dafür entsprechende Strukturen schaffen und diese Entwicklung gezielt begleiten, u.a. mit festen Zeiten und Formaten für kollegiale Beratung und gemeinsame Reflexion im Team.
Die Stiftung Kinder forschen setzt hier gezielt an: mit Projekten wie “KiQ – gemeinsam für Kita-Qualität”, passgenauen Fortbildungsangeboten und mit Methoden bzw. Materialien wie dem Impulsset zur Kita-Entwicklung. Diese Angebote helfen dabei, individuelles Lernen systematisch in kollektive Entwicklungsprozesse zu überführen. So entsteht eine nachhaltige Qualitätsentwicklung, die nicht bei einzelnen Impulsen stehen bleibt.
Starke Kita-Leitung: Qualitätsentwicklung wirksam gestalten
Eine nachhaltige Qualitätsentwicklung gelingt besonders dann, wenn sie von der Kita-Leitung aktiv gestaltet und begleitet wird. Die Stiftung Kinder forschen unterstützt Leitungskräfte dabei, diese zentrale Rolle wirksam wahrzunehmen und Entwicklungsprozesse in ihrer Einrichtung nachhaltig zu verankern.
Kita-Leitungen schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Impulse aus Fortbildungen im Team aufgenommen, gemeinsam weiterentwickelt und dauerhaft in den pädagogischen Alltag integriert werden. Sie fördern Austausch und Reflexion, stärken die Zusammenarbeit im Team und geben Orientierung in Veränderungsprozessen. So wird Qualitätsentwicklung nicht als zusätzliche Aufgabe verstanden, sondern als selbstverständlicher Bestandteil der pädagogischen Arbeit.
Gerade bei der Einführung neuer pädagogischer Ansätze zeigt sich die besondere Bedeutung der Leitung. Sie verbindet die Weiterentwicklung einzelner Fachkräfte mit dem Lernen im Team und der Entwicklung der gesamten Einrichtung. Die Angebote der Stiftung Kinder forschen helfen Leitungskräften dabei, den Wissenstransfer zu fördern und die Kita als lernende Organisation weiterzuentwickeln.
Kontakt
Du möchtest mehr über unsere Angebote zur Kita-Entwicklung erfahren? Oder du suchst Hilfe für die Umsetzung in der Kita? Dann melde dich gern:
Irina.Bitter@stiftung-kinder-forschen.de
Tel 030 23 59 40 162



