Bewegung trainieren: Was verändert sich durch Übung?
Was verändert sich, wenn wir eine Bewegung immer wieder üben? Erforsche mit den Kindern, was beim Training in ihrem Körper passiert und wie Übung Bewegungen vertrauter und sicherer machen kann. Die Kinder entwickeln eigene Trainingsaufgaben, beobachten ihren Körper und dokumentieren ihre Fortschritte über mehrere Tage.

© Christoph Wehrer / Stiftung Kinder forschen
Ihr braucht:
- Stoppuhr
- Papier und Stifte zur Dokumentation
- optional: Klebeband, Hütchen oder andere Markierungen
So funktioniert's:
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Sprich mit den Kindern über das Wort „Training“. Wer kennt den Begriff und was bedeutet er? Haben sie schon mal etwas trainiert? Ist Training nur etwas für Profisportler:innen oder kann jede:r trainieren? Und worin unterscheidet sich Training von Bewegung im Alltag?
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Lass die Kinder eine kleine Trainingsaufgabe auswählen, zum Beispiel:
- zwei Minuten auf einem Bein hüpfen
- balancieren
- Kniebeugen machen
- einen Ball im Slalom führen
Die Kinder führen die Übung einmal aus und achten dabei auf ihren Körper:
- Wird ihnen warm?
- Atmen sie schneller?
- Wie fühlt sich die Bewegung an?
- Ist sie leicht oder anstrengend?
- Fühlt sie sich ungewohnt an?
Je nach Vorwissen der Kinder kannst du erklären, dass der Körper bei Anstrengung mehr Energie und Sauerstoff braucht. Herzschlag und Atmung werden schneller, die Muskeln arbeiten kräftig und den Mädchen und Jungen wird warm. Auch das Gehirn ist gefordert: Es muss ungewohnte Bewegungen erst lernen und mit dem Körper abstimmen.
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Nun absolvieren die Kinder dieselbe Aufgabe mehrmals mit kurzen Ruhepausen dazwischen. Anschließend vergleichen sie ihre Erfahrungen:
- Fühlt sich die Bewegung schon vertrauter an?
- Wird sie leichter oder sicherer?
- Schaffen die Kinder mehr Wiederholungen?
- Was hat sich im Vergleich zum ersten Versuch verändert?
Oft reichen bereits wenige Wiederholungen, damit eine Bewegung vertrauter wird und sicherer gelingt. Dabei lernen Körper und Gehirn gemeinsam. Anstrengend ist es wahrscheinlich trotzdem, denn Training verändert den Körper nicht sofort. Erst regelmäßiges Training kann beispielsweise Muskelkraft, Schnelligkeit und Ausdauer verbessern.
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Jetzt können die Kinder ihr eigenes kleines Trainingsprogramm entwickeln. Gemeinsam überlegen sie:
- Welche Übung möchten sie trainieren?
- Wie oft oder wie lange wollen sie üben?
- Welche Pausen brauchen sie?
- Was möchten sie beobachten oder messen?
Schlage den Kindern vor, die Trainingseinheit über eine Woche oder einen Monat regelmäßig zu wiederholen und ihre Fortschritte zu dokumentieren, etwa die Anzahl der Wiederholungen oder wie lange sie durchhalten.
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Zum Abschluss vergleichen die Kinder ihre Ergebnisse. Sie könnten sich zum Beispiel fragen:
- Schaffen sie mehr Wiederholungen?
- Können sie länger durchhalten?
- Werden sie schneller?
- Fühlt sich die Bewegung vertrauter oder sicherer an?
- Was hat sich bei ihrem Körper verändert?
So entdecken die Kinder, dass regelmäßiges Üben Bewegungen verändern kann und entwickeln eigene Ideen dazu, was Training bewirkt.
Tipp:
Für ein Training am Morgen eignen sich ruhige Übungen, beispielsweise auf einem Bein stehen oder balancieren. Das fördert Gleichgewichtssinn, Tiefenmuskulatur und die bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers. Kräftigere oder schnellere Übungen passen besser in eine Turnstunde im späteren Tagesverlauf.


