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Ihr braucht:

  • A4-Blatt aus festem Papier oder Folie
  • Klebestreifen
  • eine größere Schale mit trockenen Kichererbsen (oder Reis)
  • Küchenwaage oder Messbecher

So funktioniert's:

  • Vielleicht kennt ihr folgende Situation:  Ein Kind bekommt ein hohes Glas mit Saft oder Wasser, ein anderes Kind bekommt ein kleineres, dafür aber breiteres Glas. Plötzlich ruft eines der Kinder: „Moment mal … das Glas von Hannes ist viel größer, da ist doch viel mehr drin!“ Und schon entsteht Streit. Genau hier beginnt eure Forschungsreise. Denn jetzt stellt sich die entscheidende Frage: Wie könnt ihr herausfinden, wo wirklich mehr drinsteckt? Startet nun das Experiment!

  • Nehmt zunächst das A4-Blatt und schneidet es in der Mitte durch, so dass zwei gleich große Rechtecke entstehen. Aus beiden Papierteilen bastelt ihr nun gemeinsam zwei Röhren: Eine rollt ihr von der langen Seite auf – sie wird hoch und schmal. Die andere rollt ihr von der kurzen Seite auf – sie wird niedriger und breiter. Klebt die Enden mit Klebestreifen zusammen. Achtet darauf, dass die Seiten möglichst nicht überlappen.

  • Bevor es losgeht: Was vermuten die Kinder? In welche der beiden Röhren passen mehr Kichererbsen hinein: in die schmale, hohe oder in die kleine, breite – oder vielleicht in beide gleich viel? Hier geht es zunächst um Vermutungen, noch nicht um Erklärungen. Nun befüllen die Kinder beide Röhren randvoll mit Kichererbsen (oder Reis).
    Besprecht im nächsten Schritt mit den Kindern, welche Methoden sie wählen würden, um herauszufinden, in welcher der beiden Röhren mehr Kichererbsen stecken: Messen? Wiegen? Oder haben die Kinder womöglich ganz andere Ideen? Die Wahl der Methode ist bereits ein wichtiger Teil des Forschens.

  • Für viele Kinder ist das Ergebnis überraschend: In die kleinere, breitere Röhre passen mehr Kichererbsen hinein. Warum?
    Obwohl beide Röhren aus gleich großen Papierstücken entstanden sind, ist bei der breiten Röhre die Grundfläche größer. Und diese spielt eine entscheidende Rolle dafür, wie viel insgesamt hineinpasst. Kinder orientieren sich häufig an einem besonders auffälligen Merkmal wie „hoch“, „groß“ oder „ganz“. Doch beim genauen Hinschauen merken sie: Entscheidend ist nicht nur die Höhe – sondern auch die Fläche unten.
    Diese Erkenntnis lässt sich auf viele Alltagssituationen übertragen: Zum Beispiel auf das Essen von Pizza. Eine große halbe Pizza kann deutlich mehr sein als eine kleine ganze Pizza!

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