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Ihr braucht:

  • warme Milch
  • Teelöffel
  • Joghurt, ggf. verschiedene Sorten
  • etwas zum Warmhalten, z. B. Thermobecher, Babykostwärmer, Platz an der Heizung

So funktioniert's:

  • In unserem Körper leben unzählige Bakterien, z.B. im Darm, im Mund oder auf der Haut. Die meisten sind nützlich und helfen uns, gesund zu bleiben. Einige können jedoch Krankheiten verursachen, zum Beispiel eine Mandelentzündung. Deshalb machen Ärzt:innen bei entsprechendem Verdacht einen Rachenabstrich und schicken die Probe ins Labor.

  • Die Kinder werden nun selbst zu Forscher:innen und probieren aus, wie sich Bakterien vermehren. Dafür verwenden sie „gute“ Bakterien aus dem Joghurt – sogenannte Milchsäurebakterien. Zuerst füllen sie warme Milch (etwa 40 Grad Celsius) in einen Becher. Dann geben sie einen Teelöffel Joghurt dazu und rühren alles kräftig um. Jetzt sind die Joghurtkulturen in der Milch verteilt.
    Anschließend stellen sie den Becher an einen warmen Ort und warten gespannt bis zum nächsten Tag: Die Milch ist dicker geworden und schmeckt nun leicht säuerlich, denn die Bakterien haben sich vermehrt. Aus der flüssigen Milch ist also Joghurt geworden! 

  • Unter den Bakterien in unserem Körper gibt es viele verschiedene Stämme. Jede Art wirkt ein bisschen anders. Das gilt auch für die „guten“ Bakterien im Joghurt, die Milchsäurebakterien. Sie sorgen dafür, dass Joghurt mal mild, mal säuerlich, mal fest oder besonders cremig wird. 

    Die Kinder können eine kleine Versuchsreihe starten: Dafür nehmen sie verschiedene Joghurtsorten als „Starter“. Jede Gruppe verwendet einen anderen Joghurt und bereitet damit ihren eigenen Joghurt zu. Am nächsten Tag vergleichen die Kinder ihre Ergebnisse: Welcher Joghurt ist fest geworden? Welcher ist cremig? Wie riechen und schmecken die verschiedenen Joghurts? So erleben die Kinder ganz praktisch, dass unterschiedliche Bakterien auch unterschiedliche Ergebnisse machen.

  • Nach einem Abstrich bei der Ärztin werden die Bakterien zunächst vermehrt, damit man sie besser nachweisen kann. Das nennt man: eine Kultur anzüchten. Dafür bekommen die Bakterien passendes „Futter“ als Nährboden und Wärme: 37 Grad Celsius, unsere Körpertemperatur, ist für viele ideal. Wenn die Kultur weiter wächst, ist das ein Hinweis darauf, dass krankmachende Bakterien in der Probe waren. Daraufhin bestimmen das Labor in weiteren Untersuchungen die Bakterienart und prüft, welche Antibiotika wirken könnten.

    Ob im Labor oder im Experiment der Kinder: Manchmal klappt das Züchten nicht. Das heißt nicht unbedingt, dass keine Bakterien vorhanden waren. Vielleicht war es zu kalt bzw. zu warm oder es gab zu wenig Starterbakterien. In der Labordiagnostik spricht man deshalb von „nicht nachweisbar“ statt von „nicht vorhanden“.

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