Online: Kleiner Anstoß – große Wirkung
Lerne jetzt im Online-Kurs, wie Kinder Dinge in Bewegung setzen und dadurch eine Kettenreaktion auslösen können.
Was passiert, wenn ein Dominostein den nächsten anstößt? Schon eine kleine Bewegung kann eine ganze Kettenreaktion auslösen. Bei diesem Experiment bauen die Kinder mit Dominosteinen, Murmeln, Spielzeugautos und anderen Materialien eine eigene Kettenreaktion. Dabei beobachten sie, wie eine Bewegung die nächste in Gang setzt und wie Energie übertragen und in verschiedene Bewegungen umgewandelt werden kann.

© Christoph Wehrer / Stiftung Kinder forschen
Kettenreaktionen begegnen uns häufiger, als wir denken: Wenn ein Ball eine Reihe von Gegenständen umstößt oder ein Spielzeugauto einen weiteren Mechanismus auslöst, erleben Kinder das Prinzip direkt. Auch in der Natur und im Miteinander gibt es solche Abläufe. Eine kleine Bewegung kann eine größere Bewegung auslösen – zum Beispiel bei einer Lawine. Wo haben die Kinder schon einmal erlebt, dass eine kleine Aktion etwas in Gang gesetzt hat?
Haben die Kinder schon einmal gesehen, wie eine Reihe von Dominosteinen nacheinander umfällt? Probiert es selbst aus: Stellt Dominosteine oder schmale Bauklötze hochkant in einer Reihe auf und stoßt den ersten Stein an. Was passiert? Wie bewegt sich die Reihe? Und warum fallen auch die Steine um, die niemand berührt? Lass die Kinder ihre Beobachtungen beschreiben und eigene Vermutungen aufstellen.
Jetzt können die Kinder ihre eigene Kettenreaktion bauen. Dabei lassen sich unterschiedliche Bewegungen miteinander verbinden: Ein Dominostein kann zum Beispiel eine Murmel anstoßen, die Murmel kann ein Spielzeugauto in Bewegung setzen und das Auto kann am Ende ein Glöckchen zum Klingen bringen. Welche Elemente und Bewegungen möchten die Kinder miteinander verbinden?

© Stiftung Kinder forschen
Funktioniert die erste Kettenreaktion, können die Kinder sie verändern und erweitern. Die Dominosteine können zum Beispiel eine Kurve bilden oder eine Verzweigung bekommen. Eine Murmel kann durch eine Papprolle rollen und einen weiteren Teil der Kettenreaktion auslösen.
Probiert die Konstruktion Schritt für Schritt aus. Wenn ein Teil noch nicht funktioniert, können die Kinder überlegen, was sie verändern müssen. So entsteht nach und nach eine immer längere und raffiniertere Kettenreaktion.
Materialideen:
Tipp: Plant zunächst den Anfang und das Ende eurer Kettenreaktion. Baut anschließend die einzelnen Abschnitte und verbindet sie miteinander. Nach jeder Erweiterung könnt ihr testen, ob die Kettenreaktion noch funktioniert. Auch kleine Gruppen können jeweils ein eigenes Modul bauen und diese später zu einer großen gemeinsamen Kettenreaktion verbinden.

© Stiftung Kinder forschen
Kettenreaktionen begegnen uns überall im Alltag. Viele technische Vorrichtungen funktionieren nach diesem Prinzip, zum Beispiel Treteimer oder Toilettenspülungen. Man drückt, zieht oder bewegt etwas an einer Stelle, und an ganz anderer Stelle geschieht etwas. Die anfängliche Energie wird dabei in unterschiedliche Bewegungen umgewandelt – etwa in Rollen, Kippen oder Fallen. Manche Kettenreaktionen führen auch zu anderen Wirkungen, etwa Geräusche oder Lichteffekte.