Naturmedizin selbst gemacht: Kinder erforschen Hausmittel
Ob Hustensaft oder Schmerzmittel – Wirkstoffe unserer Medikamente können oft auch aus der Natur stammen. Die Kinder stellen eigene Hausmittel her und entwerfen Medizin, die noch erfunden werden sollte.

© René Arnold / Stiftung Kinder forschen
Ihr braucht:
- Basilikum, Salbei, Thymian
- Honig
- Wasser
- Becher, Schraubglas
So funktioniert's:
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Schon seit der Steinzeit nutzen wir Pflanzen, um Krankheiten zu heilen, aber auch heute noch bilden pflanzliche Wirkstoffe die Basis für Arzneien. Schlage den Kindern vor, aus frischen Küchenkräutern eigene Hausmittel gegen leichte Beschwerden herzustellen.
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Diese Rezeptideen könnt ihr mit den Kindern ganz einfach umsetzen:
Basilikum-Kaugummi:
Bei Anspannung und Kopfschmerzen hilft Basilikum. Seine Duftstoffe enthalten ätherische Öle, die die Beschwerden lindern. Einige Blätter langsam kauen; dabei werden die Wirkstoffe freigesetzt.Salbei-Gurgellösung:
Salbei enthält ätherische Öle und Gerbstoffe (Bitterstoffe), die gegen Entzündungen helfen. Aus frischem Salbei einen Tee zubereiten, abkühlen lassen und mindestens zwei bis drei Minuten damit gurgeln. Das beruhigt die Schleimhäute und verringert das Kratzen im Hals.Thymian-Hustensirup:
Thymian enthält ebenfalls ätherische Öle und hilft bei Husten. Honig legt sich wie ein Schutzfilm über die gereizte Schleimhaut und beruhigt so den Hals. Frische Thymianzweige mit ein paar Esslöffeln Honig in ein Schraubglas füllen, über Nacht ziehen lassen und durch ein Sieb streichen. Drei Teelöffel am Tag lindern die Beschwerden. -
Lasse die Kinder nun riechen, schmecken und vergleichen. Ermuntere sie dazu, ihre Sinneseindrücke mit eigenen Worten zu beschreiben. Schmeckt ihr Hustensaft anders als der aus der Apotheke? Frage die Kinder, ob sie andere Hausmittel kennen, etwa Fencheltee gegen Bauchweh oder eine rohe Zwiebel bei Insektenstichen.
Achtung: Auch pflanzliche Stoffe können eine starke Wirkung entfalten. Bitte achtet daher stets auf die empfohlene Menge! -
Überlege nun zusammen mit den Kindern, welche Medizin sie gern erfinden würden. Vielleicht etwas gegen Wut oder Heimweh? Gegen Ungerechtigkeit oder Probleme beim Einschlafen? Sie können sich auch Namen und Verpackungen für ihre Medikamente ausdenken und z. B. ein Krimskramskästchen gegen Langeweile oder eine Dose Glücksglitzer gegen schlechte Laune gestalten.


