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Ihr braucht:

  • Chia- oder Flohsamen
  • Mehl oder Maisstärke
  • Tapiokastärke
  • Lebensmittelfarbe
  • Tapetenkleister
  • Wasser und Topf zum Aufkochen
  • Schalen und Löffel

So funktioniert's:

  • Schleim ist ziemlich faszinierend für die meisten Kinder. Einerseits wissen sie, dass Schleim als Körpersekret als eklig gilt. Andererseits macht genau diese Eigenschaft es besonders anziehend, damit zu spielen.

  • Lasse die Kinder sammeln, welche Schleime im Körper sie kennen. Auf der Liste landen sicherlich Nasenschleim, Hustenschleim und Speichel. Wie finden die Kinder diese Schleime? Welchen Nutzen könnten sie haben? Schleim bildet eine Barriere gegen Keime, Staub und Schmutz, umhüllt Krankheitserreger und entfernt sie über das Niesen und Husten aus dem Körper. Er sorgt für Gleitfähigkeit und erleichtert Bewegungen, so z. B. der Speichel beim Schlucken. Schleim verschließt und schützt zudem Körperöffnungen und empfindliche Stellen.

  • Animiere die Kinder, gemeinsam Schleim herzustellen, um dessen Eigenschaften zu untersuchen. Es gibt viele Möglichkeiten: In Wasser aufgequollene Chia- oder Flohsamen bilden eine gelartige Masse. Mehl oder Maisstärke mit Wasser gekocht, erzeugen eine blubberige Substanz. Glibberiger Schleim entsteht aus dick angerührtem Tapetenkleister. Unvergleichlich zähflüssig ist transparenter Schleim aus aufgekochter Tapiokastärke – den kann man richtig in die Länge ziehen. Mit Lebensmittelfarbe sieht er noch faszinierender aus.

  • Lasse die Kinder nun ihren künstlichen Schleim erforschen: Spüren sie, wie er Fäden zieht? Klebt oder fließt er? Können sie damit winzige Dinge, ähnlich Krankheitserregern, transportieren? Beim Spiel mit dem Schleim wird die besondere Zähflüssigkeit erfahrbar: Seine Beschaffenheit liegt zwischen „flüssig“ und „fest“ – und genau das macht ihn so nützlich.

  • Schleim ist ein zentraler Bestandteil unseres angeborenen Immunsystems: Er bedeckt unter anderem die Atemwege, den Magen-Darm-Trakt und den Urogenitalbereich und fängt Krankheitserreger wie Bakterien und Viren ab, bevor sie in Zellen eindringen können. Forscher:innen stellen ebenfalls künstlichen Schleim her, um natürliche Barrieren des Körpers nachzubilden oder gezielt zu ersetzen und so Infektionen ohne Antibiotika zu bekämpfen.

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