
© René Arnold / Stiftung Kinder forschen / Der Stiftungsrat begrüßte die neue Vorsitzende in seiner Mitte: Prof. Dr. Beate Heinemann, Direktorin des Forschungszentrums DESY in Hamburg (Bildmitte).
20 Jahre gute frühe MINT-Bildung
Seit 20 Jahren engagiert sich die gemeinnützige Stiftung Kinder forschen für gute frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Zur Jubiläumsfeier in Berlin würdigte die Fortbildungsinitiative ihren Mitgründer, Prof. Dr. Jürgen Mlynek, und begrüßte Prof. Dr. Beate Heinemann als neue Vorsitzende im Stiftungsrat. Als ältestes „Haus, in dem Kinder forschen“ wurde eine sächsische Kita zum zehnten Mal zertifiziert. Glückwünsche gab es unter anderem von Bildungsministerin Karin Prien.
Rund 300 Gäste – darunter Netzwerkpartner, Fördernde und Gremienmitglieder der Stiftung sowie Akteure aus Bildung, Politik und Wissenschaft – feierten am Mittwoch (10.06.2026) im Allianz-Forum gemeinsam den 20. Geburtstag der Stiftung Kinder forschen. Die inzwischen größte MINT-Bildungsinitiative in Deutschland ging 2006 aus einer Vision hervor: Jede Kita wird ein „Haus, in dem Kinder forschen“. Seitdem erreicht das Fortbildungsprogramm der Stiftung knapp 39.000 Kitas, Horte und Grundschulen bundesweit. Rund 95.000 pädagogische Fach-, Lehr- und Leitungskräfte wurden bereits qualifiziert.
Bildungsministerin würdigt Engagement im MINT-Bereich
Den Erfolg der Stiftung würdigte Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, per Videobotschaft: „Mit den von Ihnen angebotenen Programmen sorgen Sie dafür, dass pädagogisches Personal im Bereich der MINT-Förderung gezielt geschult wird. Sie ermöglichen, dass Kinder in ihrer Neugier ernstgenommen werden und ihnen Raum zum Entdecken eröffnet wird. Davon profitieren Kinder nicht nur in der Schule, sondern ein Leben lang.“
Die Ministerin ehrte zugleich den im März aus dem Stiftungsrat ausgeschiedenen Mitgründer der Initiative, Prof. Dr. Jürgen Mlynek. Es sei ihm gelungen, „einen Unterschied in der frühen Bildung zu machen“, so die Ministerin. Mlynek hatte vor 20 Jahren das Ziel, Kinder bereits im Kita- und Grundschul-Alter für MINT-Themen zu begeistern. Seitdem begleitete der inzwischen 75-jährige Physiker die Initiative auf dem Weg vom Verein zur Stiftung und zur bundesweit agierenden Bildungsinitiative. In seiner Abschiedsrede wünschte Mlynek der Stiftung: „Behalten Sie im Blick, welche Art der Unterstützung die pädagogischen Fachkräfte in Kita, Hort und Grundschule brauchen, um mit Kindern auf Entdeckungsreise zu gehen. Bleiben Sie optimistisch und vor allem neugierig!“
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© René Arnold / Stiftung Kinder forschen / Ein besonderer Moment: Das Team der Kita Waldhäusl erhielt als erste Kita bundesweit die 10. Zertifizierung als Haus, in dem Kinder forschen.
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© René Arnold / Stiftung Kinder forschen / Rund 300 Gäste feierten den 20. Geburtstag der Stiftung Kinder forschen.
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© René Arnold / Stiftung Kinder forschen / Mitgründer der Stiftung Prof. Dr. Jürgen Mlynek wurde offiziell aus dem Stiftungsrat verabschiedet.
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© René Arnold / Stiftung Kinder forschen / "STEM Education for Children in a Changing World" war das Thema der Key Note von Dr. Carol O'Donnell, Direktorin des Smithsonian Science Education Center.
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© René Arnold / Stiftung Kinder forschen / Das Allianz Forum Berlin bildete die Kulisse für die Feier zum 20. Jubiläum der Stiftung.
Vorstand lobt starkes Netzwerkpartnersystem und Engagement in Kitas
Einen besonderen Dank sprach Dr. Tobias Ernst, Vorstand der Stiftung Kinder forschen, in seiner Ansprache den Netzwerkpartnern der Initiative aus. „Derzeit engagieren sich 175 lokale Netzwerke mit uns für eine gute frühe MINT-Bildung. Sie sind die Brücken, die unsere Fortbildungen zu den pädagogischen Fach- und Lehrkräften vor Ort bringen. Dank dieses starken Systems aus Multiplikatoren kommt die Stiftung ihrem Ziel, jedem Kind in Deutschland den Zugang zu guter früher MINT-Bildung zu ermöglichen, täglich ein Stück näher.”
Als Höhepunkt im Programm wurde das „Kinderhaus Waldhäusl“ aus Zittau als erste Einrichtung in Deutschland zum zehnten Mal als „Haus, in dem Kinder forschen“ zertifiziert. Alle zwei Jahre können Kitas, Horte und Grundschulen diese Qualifikation erhalten. Damit gilt die Kita als die Bildungseinrichtung, die am längsten am Fortbildungsprogramm der Stiftung Kinder forschen teilnimmt und sich dafür regelmäßig auszeichnen lässt. „Die Kita ist von Anfang an dabei“, sagte Tobias Ernst bei der feierlichen Übergabe der Plakette. „Das ist eine außergewöhnliche Leistung und zeigt, mit wie viel Engagement und Kontinuität hier seit Beginn unserer Bildungsinitiative Kinder beim Entdecken, Erforschen und Verstehen ihrer Umwelt begleitet werden“, so der Vorstand.
„Kinder stärken für die Welt von morgen“ bleibt gemeinsame Zukunftsvision
Neben Einblicken in 20 Jahre Erfolgsgeschichte richtete die Stiftung zur Feier vor allem den Blick nach vorn. So betonte Ernst: „Unser Jubiläum ist ein Meilenstein auf einem langen Erfolgsweg, den wir gemeinsam weitergehen – mit unseren Partnern, Förderern und allen, die mit uns Kinder stärken für die Welt von morgen.“
Neue Unterstützung bekommt die Stiftung dabei bereits am Jubiläumstag: Prof. Dr. Beate Heinemann, Direktorin des Forschungszentrums DESY in Hamburg, wurde kurz vor der Jubiläumsfeier zur Stiftungsratsvorsitzenden gewählt. Sie sagte: „Frühe MINT-Bildung spielt eine zentrale Rolle für die Entwicklung von Kindern. Sie fördert wichtige Kompetenzen wie Problemlösefähigkeit, kritisches Denken, Kreativität und stärkt das Selbstvertrauen. Die Stiftung Kinder forschen blickt auf 20 Jahre engagierte und erfolgreiche Arbeit in der frühen MINT-Bildung zurück. Ich wünsche mir, dass wir auch in zwanzig Jahren viele junge Menschen für die MINT-Bildung begeistern und ihren Entdeckungstrieb weiter fördern können. Denn mit früher MINT-Bildung geben wir nicht nur unseren Kindern wichtige Kompetenzen für später mit auf den Weg, sondern investieren auch in unser aller Zukunft.“ Ebenso begrüßte die Stiftung auch die im März ins Gremium gewählten Mitglieder des Bundestags, Dr. Reza Asghari und Jasmina Hostert.
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