
© Stiftung Kinder forschen / Blauaras, Dino-Skelette und Ozelotts - vor der faszinierenden Kulisse des Naturkundemuseums in Berlin gelang es den Teilnehmenden doppelt so gut, ins Staunen zu kommen.
Fachtag im Naturkundemuseum: "Staunen ist unser Supergefühl!"
Ob Wow, Ooooh oder Ahh – es gibt viele Ausrufe, die Staunen oder Verwunderung zum Ausdruck bringen. Auf dem Fachtag "Kinder, Natur und Forschen" am 20. April 2026 im Berliner Naturkundemuseum wurden rund 100 Erzieher:innen aus Berliner Kitas dazu ermuntert, gemeinsam mit Kindern im Großen wie im Kleinen zu staunen. Der Fokus lag dabei auf frühkindlicher Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

© Stiftung Kinder forschen / Ute Krümmel von der Stiftung Kinder forschen plädierte für mehr Staunen.
“Was hat euch zuletzt zum Staunen gebracht?”, fragte Ute Krümmel die Teilnehmer:innen im großen Saal des Berliner Naturkundemuseums zu Beginn des Fachtags. Ihr Impuls als BNE-Fachfrau und Teamleiterin im Bereich Fortbildungen bei der Stiftung Kinder forschen war Auftakt und Wegbereitung für die später folgenden Workshoprunden, und es war ihr wichtig, allen mitzugeben: Staunen kann im Großen wie im Kleinen geschehen. Staunen ist gesund, Staunen macht glücklich - und: Staunen verbindet. “Staunen ist unser Supergefühl!”, so Ute Krümmel.
Ooooh!
Über 100 Erzieherinnen und Erzieher aus ganz Berlin hatten die Einladung zum Fachtag “Kinder, Natur und Forschen” der IHK Berlin, der Stiftung Kinder forschen sowie der Koordinierungsstellen Umweltbildung Mitte und Reinickendorf angenommen. Wegen des Themas und wegen der besonderen Kulisse im Naturkundemuseum. Hier saßen sie an Labortischen, zwischen Mikroskopen, diskutierten mit einem Eisbären im Rücken oder dem kritischen Blick des großen Pandas neben sich.
Aaaah!
Als aus Rotkohl Grünkohl wurde, nachdem eine Besucherin des Pflanzenfärbe-Workshops der Koordinierungsstellen Umweltbildung Mitte und Reinickendorf Soda zu dem Brei aus zerstoßenem Rotkohl hinzugefügt hatte, waren sie und ihre Tischnachbarinnen begeistert: "Ich sehe die Kinder schon vor mir, wie sie alles ausprobieren." Die Workshop-Leitungen hatten Pflanzen mitgebracht, es gab Mörser, Pinsel und Pipetten, dazu Zitronensaft und Soda. Auf Aquarellpapier konnten die Pädagoginnen mit den Pflanzenfarben malen – die Faszination von MINT-Phänomen und kunstvoller Darstellung der Ergebnisse sorgte bei den Teilnehmenden auf jeden Fall für ein Aaaaah!

© Stiftung Kinder forschen / Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein Konzept, in dem es auch darum geht, philosophische Fragen mit den Kindern zu diskutieren.

© Stiftung Kinder forschen / Während der Mittagspause tummelten sich die Teilnehmenden auf dem Marktplatz und informierten sich über die Angebote der Veranstalter.
Wow!
Im Nebenraum, an Labortischen und zwischen Mikroskopen, ging es, angeleitet von Dr. Ruth Jesse, Fortbildnerin der Stiftung Kinder forschen, um wimmelnde Welten. Kleine Tiere – ganz groß: Wie behält man im Tierreich den Überblick und sortiert die vielen Arten? Was ist ein Schädling oder Nützling – und wer legt das fest? Axel Schröder, Trainer im Kinder-forschen-Netzwerk der IHK Berlin, brachte an vier Stationen Impulse mit, wie die Pädagog:innen gemeinsam mit den Kindern die Bedeutung der Natur entdecken und Bildung für nachhaltige Entwicklung in der frühen Bildung umsetzen können: mit Bildkarten, einem Memory mit neuen Regeln und unterschiedlichen Samen und Saaten zum Anfassen und Entdecken.
Zwischen Flusspferden und Aras stellte das Naturkundemuseum sein Erlebnis-Set „Natur im Wandel der Jahreszeiten“ vor und testete Ideen aus, wie Kinder die Stadtnatur entdecken können.
Das Fazit von Sandra Ohlig, Netzwerkkoordinatorin von Kinder forschen IHK Berlin, nach dem langen, ereignisreichen Tag, den sie maßgeblich mit ihrer Kollegin Verena Bartelt organisiert hatte: "Ein gelungener, inspirierender Fachtag mit spannenden Inhalten, engagierten Teilnehmenden vor der großartigen Kulisse des Naturkundemuseums."
Weiterbildungen für Erzieher:innen 2026 in Berlin
Finde hier das Fortbildungsangebot des Netzwerks "Kinder forschen" der IHK Berlin:
Aha! für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
BNE folgt der Prämisse, so zu leben, dass nachfolgende Generationen noch ihre Bedürfnisse befriedigen können: heute nicht auf Kosten von anderen leben – hier nicht auf Kosten von anderswo.
Der BNE-Fachtag im Naturkundemuseum fiel in die BNE-Wochen vom 1. März bis 31. Mai 2026, eine dezentrale Veranstaltungsreihe in ganz Deutschland. Sie richten sich an unterschiedliche Zielgruppen in allen Bildungsbereichen und stellen das Engagement der BNE-Akteure vor Ort vor. Die BNE-Wochen werden vom Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) initiiert und auf dem BNE-Portal öffentlichkeitswirksam präsentiert.