
© René Arnold / Stiftung Kinder forschen / Prof. Dr. Jürgen Mlynek (links), Bundesbildungsministerin Karin Prien und Dr. Tobias Ernst, Vorstand der Stiftung Kinder forschen mit dem Krümelmonster bei der Aktion MINTmachtage 2025.
"Bleiben Sie neugierig"
Die Stiftung Kinder forschen verabschiedet einen ihrer Gründer aus dem Stiftungsrat. Rund 20 Jahre hat Prof. Dr. Jürgen Mlynek die MINT-Bildungsinitiative geprägt, davon viele Jahre als Vorsitzender des obersten Gremiums. Mit seinem 75. Geburtstag scheidet der Physiker nun planmäßig aus dem Stiftungsrat aus.
Gute Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) kann gar nicht früh genug beginnen. Mit diesem Gedanken rief Prof. Dr. Jürgen Mlynek gemeinsam mit Prof. Dr. Jürgen Kluge 2006 das "Haus der kleinen Forscher" ins Leben. Das Ziel: Kinder bereits im Kita- und Grundschul-Alter für MINT-Themen zu begeistern. Seitdem hat er die Initiative auf dem Weg vom Verein zur Stiftung und zur bundesweit agierenden Bildungsinitiative eng begleitet und unterstützt – inklusive Umbenennung in Stiftung Kinder forschen 2023.
Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Schirmherrin der Stiftung Kinder forschen: "Der jahrelange Einsatz von Prof. Mlynek für die frühkindliche MINT-Bildung ist ein echtes Geschenk für die Bildungslandschaft in Deutschland. Schließlich ist das, was am Anfang ein kleiner Verein war, heute die bundesweit größte Fortbildungsinitiative im frühkindlichen Bereich und ihre Arbeit wichtiger denn je. Gemeinsam werden wir weiter daran arbeiten, Kinder stark zu machen für die Zukunft."

Unser Ziel war es von Anfang an, einen Unterschied in der frühen Bildung zu machen, und ich kann mit Stolz sagen: Das ist uns gelungen und wir bleiben dran – aber eben mit der nächsten Generation.
Klare Vision für die Stiftung
"Prof. Mlynek hat die Stiftung immer mit einer klaren Vision begleitet: Alle Kinder in Deutschland sollen Bildungsorte erleben, an denen sie ihren eigenen Fragen nachgehen und forschend die Welt entdecken können. Dafür hat er sich mit seiner Arbeit im Stiftungsrat eingesetzt und dabei immer auch die Organisation und ihre Mitarbeitenden im Blick gehabt. Dafür möchte ich ihm im Namen der gesamten Stiftung danken. Wir werden seine Impulse sehr vermissen", sagt Dr. Tobias Ernst, Vorstand der Stiftung Kinder forschen.
"Unser Ziel war es von Anfang an, einen Unterschied in der frühen Bildung zu machen", sagt Prof. Mlynek. "Und ich kann mit Stolz sagen: Das ist uns gelungen und wir bleiben dran – aber eben mit der nächsten Generation. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass die Stiftung offen bleibt für Veränderungen und im Blick behält, welche Art der Unterstützung die pädagogischen Fachkräfte in Kita, Hort und Grundschule brauchen, um mit Kindern auf Entdeckungsreise zu gehen. Deshalb ist mein Appell sowohl an den neuen Stiftungsrat als auch an die Mitarbeitenden der Stiftung: Bleiben Sie optimistisch und vor allem neugierig!"
Nachfolge im Ratsvorsitz entscheidet sich im Juni
Prof. Dr. Beate Heinemann wird den Sitz von Jürgen Mlynek im Stiftungsrat übernehmen. Sie leitet seit April 2025 das Forschungszentrum DESY als Vorsitzende des Direktoriums. Am 10. Juni 2026 wird der Stiftungsrat über die Nachfolge im Ratsvorsitz entscheiden. Bis dahin leitet Dr. Stefan Luther, stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrats und Leiter der Abteilung 4 – Frühe und schulische Bildung, Bildungsforschung im BMBFSFJ, das Gremium.
Über Prof. Dr. Jürgen Mlynek
Jürgen Mlynek studierte Physik an der Technischen Universität Hannover und an der École Polytechnique in Paris. An der Universität Hannover promovierte er 1979 zum Dr. rer. nat. und habilitierte 1984. Nach einem Aufenthalt am IBM Forschungslabor in den USA wechselte Prof. Mlynek als Assistenz-Professor zur Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. 1990 ging er als ordentlicher C4-Professor für Experimentalphysik an die Universität nach Konstanz. Von 1996 bis 2001 war er Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Im September 2000 wurde er Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2005 bis 2015 war er Präsident der Helmholtz Gemeinschaft. Prof. Mlynek ist Kuratoriumsvorsitzender der Falling Walls Foundation.
