StaRK – Selbstregulation stärken, Gesundheit von klein auf fördern
StaRK unterstützt pädagogische Fachkräfte dabei, die Selbstregulation von Kindern im Kita-Alltag gezielt zu fördern. Das gemeinsame Projekt der Stiftung Kinder forschen und der Charité – Universitätsmedizin Berlin entwickelt Fortbildungen und Materialien, die aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung mit dem bewährten pädagogischen Ansatz der Stiftung verbinden. So werden Kinder frühzeitig in ihrer Entwicklung gestärkt – als Grundlage für Resilienz, psychische und körperliche Gesundheit, gelingende soziale Beziehungen und Bildungserfolg. Gefördert wird das Programm von der hkk Krankenkasse, RWE Foundation und Siemens Stiftung.

© Christoph Wehrer/Stiftung Kinder Forschen
Was ist StaRK?
SRK steht für Selbstregulationskompetenz – das Projekt “StaRK” möchte diese fördern. Es folgt damit den aktuellsten Empfehlungen der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die Förderung der Selbstregulation stärker in der frühen Bildung zu verankern, um Kindern zu mehr Wohlergehen zu verhelfen. Gleichzeitig stehen Kitas unter hohem Belastungsdruck. Pädagogische Fachkräfte berichten seit Jahren von einer wachsenden Zahl von Kindern mit herausforderndem Verhalten. StaRK setzt hier präventiv an.
Im gemeinsamen Projekt der Stiftung Kinder forschen und der Charité werden Bildungsangebote entwickelt, mit denen Fachkräfte die Selbstregulation von Kindern im Kita-Alltag gezielt unterstützen können. Dabei bringt die Stiftung ihre langjährige Expertise bei der Entwicklung wissenschaftlich fundierter und praxisnaher Fortbildungsangebote sowie ihre Erfahrung bei der bundesweiten Skalierung ein. Die Charité ergänzt diese mit aktuellen Erkenntnissen aus der Präventions- und Versorgungsforschung im Bereich Kindergesundheit.
Warum Selbstregulation und deren Förderung wichtig ist
Selbstregulation ist eine zentrale Entwicklungsaufgabe der frühen Kindheit. Sie beschreibt die Fähigkeit, Gedanken, Gefühle und Verhalten bewusst zu steuern und an unterschiedliche Situationen anzupassen. Dazu gehören unter anderem Impulskontrolle, der konstruktive Umgang mit Emotionen sowie das Verfolgen eigener Ziele. Eine gut entwickelte Selbstregulation hilft Kindern, Herausforderungen zu meistern, mit Frustrationen umzugehen und konzentriert bei der Sache zu bleiben. Sie bildet daher eine wichtige Grundlage für das Wohlbefinden, das soziale Miteinander und Bildungserfolg.
Pädagogische Fachkräfte in der Kita können die Selbstregulationskompetenz von Kindern unterstützen, zum Beispiel während des gemeinsamen Entdeckens und Forschens. Hierbei erleben Kinder immer wieder Situationen, in denen etwas nicht sofort gelingt. Sie beobachten, probieren aus, überdenken ihre Ideen und versuchen es erneut. Dabei lernen sie, ihre Aufmerksamkeit zu steuern, Frustrationen auszuhalten und ihre Handlungen bewusst anzupassen – wichtige Bausteine der Selbstregulation.
Werden Kinder in dieser Entwicklung gefördert, profitieren sie langfristig in unterschiedlichen Lebensbereichen. Gleichzeitig erleichtert eine gut entwickelte Selbstregulation auch den pädagogischen Alltag, da Kinder in herausfordernden Situationen häufiger auf eigene Bewältigungsstrategien zurückgreifen und Fachkräfte ihre Unterstützung gezielter einsetzen können.
Das entwickelt StaRK
Im Rahmen des Projekts entstehen aufeinander abgestimmte Bildungsangebote für pädagogische Fachkräfte:
- kostenfreier Online-Selbstlernkurs zum Thema Selbstregulation
- Live-Webinar zur Förderung von Selbstregulationskompetenzen beim entdeckenden und forschenden Lernen
- Materialpaket mit Beobachtungs- und Praxisimpulsen
- vertiefende Fortbildungsangebote für ganze Kita-Teams
Diese vermitteln wissenschaftliche Grundlagen ebenso wie konkrete Handlungsmöglichkeiten für die alltägliche Praxis. Dabei spielt auch die eigene Selbstregulation der Fachkräfte eine Rolle, denn sie beeinflusst, wie Kinder beim Lernen und Entdecken begleitet werden.
Die digitalen Angebote stehen ab dem dritten Quartal 2026 kostenfrei auf dem Campus der Stiftung Kinder forschen zur Verfügung. Präsenzformate werden anschließend erprobt und schrittweise bundesweit ausgerollt.
Projektüberblick
Projektlaufzeit: 2026 bis 2028
Projektziele:
• Kinder in ihrer Selbstregulation stärken, u.a. als Grundlage für gute Gesundheit und Bildungserfolg
• pädagogische Fachkräfte qualifizieren und Kitas im Umgang mit herausfordernden Situationen entlasten
• Bildungsangebote entwickeln, die Forschung und pädagogische Praxis wirkungsvoll verbinden
Projektpartner:
StaRK ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung Kinder forschen und der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Gefördert wird das Programm von der hkk Krankenkasse, RWE Foundation und Siemens Stiftung.
