MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung – Was bedeutet das?
Gute frühe MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung bildet den Kern des Fortbildungsprogramms der Stiftung Kinder forschen. Pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus Kita, Hort und Grundschule lernen, Kinder über das gemeinsame Entdecken und Forschen dabei zu unterstützen, wichtige Kompetenzen für die Zukunft zu erwerben
MINT-Bildung in Kita und Grundschule bietet Orientierung in einer komplexen Welt
In unserer komplexen und schnelllebigen Welt ist es gar nicht so leicht, den Überblick zu behalten: Neue Technologien werden entwickelt, zum Beispiel künstliche Intelligenz oder digitale Geräte. Neue Erkenntnisse über den Klimawandel und dessen Folgen, die sich auf unser Leben auswirken, werden veröffentlicht. Und im Internet gibt es eine Fülle an Informationen, bei denen sich immer schwerer unterscheiden lässt, was den Fakten entspricht und was falsch ist. In dieser Welt ist es wichtig, dass alle Menschen von klein auf lernen, sich gut zu orientieren, komplexe Zusammenhänge zu verstehen und ihre Umwelt aktiv mitzugestalten.
Kinder, die sich schon früh mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) auseinandersetzen, entwickeln dabei wertvolle Kompetenzen, die ihnen Orientierung geben und eine Teilhabe an der Gesellschaft leichter machen. Beim Forschen werden Kinder darin gefördert, Fragen zu stellen, Vermutungen zu formulieren und Erklärungen zu suchen. Sie machen Experimente und beobachten, was passiert, dokumentieren und reflektieren über das Erlebte. Dadurch entwickeln sie eine kritische Haltung und die Fähigkeit, zusammen mit ihren Mitmenschen Lösungen für komplexe Problemstellungen zu finden.
Wichtige (MINT-)Kompetenzen für die Zukunft
"Warum ist das so?" "Woher kommt das?" "Wie funktioniert das eigentlich?" "Wie könnten wir es anders gestalten?"
Durch die Auseinandersetzung mit mathematischen, informatischen, naturwissenschaftlichen und technischen Problemen und Fragestellungen zur Nachhaltigkeit erwerben Kinder Kompetenzen, die über reines Sachwissen hinausgehen. Sie entwickeln eine fragend-forschende Haltung, lernen genaues Beobachten, kritisches und innovatives Denken, Reflektieren und das Wissen über Zusammenhänge. Sie üben sich im respektvollen Austausch mit anderen, formulieren Vermutungen und müssen auch mit Widersprüchen und anderen Perspektiven umgehen.*
All diese Fähigkeiten sind bedeutend für ein gutes Zusammenleben in unserer Welt.
*Im OECD-Lernkompass 2030 werden diese Zukunftskompetenzen zusammengefasst in: Neues Schaffen, mit Spannungen und Dilemmata umgehen und Verantwortung übernehmen.
Kompetenzen im Sinne der Nachhaltigkeit einsetzen
Die Stiftung Kinder forschen steht für eine MINT-Bildung, die ein Verantwortungsbewusstsein für den Menschen und den Planeten vermittelt. Sie orientiert sich bei ihrer Bildungsarbeit an den globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs) und möchte zu einer nachhaltigen Entwicklung der Welt beitragen. Aus diesem Grund wird die MINT-Bildung, die der Schwerpunkt der Lernangebote der Bildungsinitiative ist, stets eng an das Konzept einer frühen Bildung für nachhaltige Entwicklung (kurz: BNE) geknüpft. Jedes unserer Bildungsangebote ist mit der Haltung und den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung vereinbar – mit einer hochwertigen Bildung für alle, dem Klimaschutz, der Geschlechtergerechtigkeit oder dem nachhaltigen Konsum.
Übrigens: Auch innerhalb der Stiftung Kinder forschen verstehen wir Nachhaltigkeit ausdrücklich als Teil unserer Stiftungskultur.