Vom Schmutz befreit: Wasserfilter selber bauen
Wie kann man schmutziges Wasser mit einfachen Materialien filtern? In diesem Experiment bauen Kinder ihren eigenen Wasserfilter und beobachten, was mit dem Wasser passiert. So wird auf spielerische Weise verständlich, wie die Natur – und moderne Kläranlagen – Wasser reinigen.
Ihr braucht:
- Schüssel mit Wasser zum Verschmutzen
- größere Plastikflasche
- Messer zum Zerschneiden der Flasche
- feiner Sand
- Kies
- ein Stück Stoff oder kleines Baumwolltuch
- Kelle oder Becher zum Schöpfen
So funktioniert's:
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Jeden Morgen putzen die Kinder ihre Zähne – mit sauberem Wasser aus dem Hahn. Aber woher kommt das saubere Wasser eigentlich bzw. wie wird schmutziges Wasser wieder sauber?
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Mischt gemeinsam Wasser mit Erde, kleinen Ästchen, Steinchen und verdorrten Blättern. Betrachtet das dreckige Wasser: Schwimmt der Schmutz, liegt er am Boden oder hat er sich verteilt? Fragt die Kinder, wie sie den Schmutz wohl wieder herausbekommen könnten.
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Schlage den Kindern vor, einen Wasserfilter zu bauen. Schneidet zuerst die Plastikflasche vorsichtig in der Mitte durch. Dreht den oberen Teil um, sodass der Flaschenhals nach unten zeigt. Legt ein Tuch in den Flaschenhals, damit Sand und Kies nicht herausfallen. Füllt nun den feinen Sand ein, dann Kies darüber. Stellt ein Gefäß darunter, das das gefilterte Wasser auffängt.
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Gießt nun das Schmutzwasser langsam von oben in den Filter. Beobachtet, wie das Wasser durch Kies, Sand und Tuch läuft. Wie sieht das Wasser vorher aus – und wie danach? Welche Schmutzteilchen sind im Filter hängen geblieben?
Das Wasser sieht nach dem Filtern häufig deutlich klarer aus. Der Versuch zeigt, dass verschiedene Materialien Wasser filtern können.
ACHTUNG! Das gefilterte Wasser bitte nicht trinken.
Der selbstgebaute Filter entfernt zwar einen Teil der sichtbaren Schmutzteilchen, ist aber keine zuverlässige Trinkwasseraufbereitung. Krankheitserreger und gelöste Stoffe können weiterhin im Wasser enthalten sein. -
Regen- und Schmutzwasser werden in Kläranlagen gereinigt, d.h. in mehreren Schritten mit physikalischen, biologischen und chemischen Verfahren:
- Mechanische Reinigung: Rechen entfernen grobe Bestandteile, Filteranlagen halten kleinere Teile zurück.
- Aktivkohle: Unsichtbare Fremdstoffe binden sich an die feinen Poren der Kohle und werden so aus dem Wasser entfernt.
- UV-Licht: Manche Klärwerke nutzen UV-Licht, um Keime schnell und umweltschonend abzutöten.
Vom Prinzip her arbeiten Kläranlagen wie die Natur: Der belebte Boden filtert das Wasser, das durch ihn sickert, und reinigt es mithilfe von Kleinstlebewesen. Deshalb ist Grundwasser meistens sehr sauber.



